BMS-PCB-PCM: Akkuschutzschaltungen

Akku-Schutzschaltungen dienen dazu, einen sicheren Betrieb von Lithium-Akkus zu gewährleisten. Gängige Begriffe für diese Elektronikschaltungen sind BMS (Batteriemanagementsystem), sowie die Begriffe PCM und PCB aus dem englischen Sprachraum. Im Projektgeschäft (Akkupack-Serienfertigung) werden diese Schaltungen von uns kundenspezifisch entwickelt, für einfache Anwendungen gibt es Standard-Schaltungen, die wir Ihnen auch einzeln anbieten können. Je nach Ausstattung umfasst eine Akku-Schutzschaltung folgende Funktionen:

  • Überladeschutz
  • Tiefentladeschutz
  • Überlastungsschutz
  • Balancing
  • Temperaturüberwachung
  • Kommunikation mit Bussystemen

 

Bitte beachten Sie: Eine Schutzschaltung dient dazu, einen Akku soweit wie möglich vor Zerstörung durch Aussen zu schützen. Sie ist z.B. keine Ladeschaltung, die bei einer entsprechenden, für den Akku korrekten und schonenden Ladeschluss-Spannung den Ladevorgang beendet. Natürlich muss auch bei Verwendung einer Akkuschutzschaltung das korrekte, bzw. korrekt eingestellte Ladegerät verwendet werden.

Wertvolle Info für Ihre Projekte: Lithium-Eisensulfat-Akkus (LiFePo4) driften immer stärter als ein vergleichbarer Lithium-Ionen-Akku. Daher ist besonders auf das Balancieren der Akkupacks zu achten. Hier driften wenige große, parallel geschaltete Zellen wesentlich stärker als eine große Parallelschaltung aus kleineren Einzelzellen. Beispiel: eine Reihenschaltung aus Akkupaketen aus 4 parallel verschalteten Zellen mit je 2,5Ah ist einer Einzelzelle mit 10Ah in jedem Fall vorzuziehen.

Das ist auch der Grund dafür, dass in der Praxis ein Akkupack aus hochwertigen Lithium-Ionen Zellen (z.B. Sony, Samsung, Sanyo) und einer mittleren Lebensdauer von 6 Jahren pro Zelle allermeist länger hält als ein LiFePo4 Akkupack, wo der Einzelzellenhersteller für die einzelne Zelle eine Lebensdauer von 10 Jahren angibt. Abgesehen davon sind diese Zellen meist günstiger, leichter, kleiner.
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