Warum Lithium-Ionen-Akkus (LiIon)?

Die LiIon-Technik gehört zu den aktuell gängigsten und modernsten Akkus für E-Bikes und Pedelecs. Die Energiedichte ist viel größer als bei den früher verwendeten Blei-, NiCd- oder NiMh-Batterien. Dadurch sind moderne Fahrradakkus bei höherer Kapazität heute deutlich leichter als früher.

Oftmals gibt es gar keinen Original-Ersatz mehr für ältere Fahrradakkus. Wenn Sie aber gerne Ihr gewohntes Pedelec weiter nutzen möchten, können wir Ihren alten Akku in den allermeisten Fällen von Blei, NiCd oder NiMh auf moderne LiIon-Technik umrüsten.  Wir prüfen das gerne kostenlos und unverbindlich für Sie.

Haben LiIon-Akkus noch den Memory-Effekt?

Nein. Den Memory-Effekt gibt es bei den alten NiCd-Akkus. Wenn man einen NiCd-Akku mehrfach teil entlädt und dann wieder voll auflädt, „merkt“ sich der Akku quasi die benötigte Energiemenge und gibt nur noch diese geringere Menge an Energie ab. Das kann man elektrisch durch einen Abfall der Spannung beim Entladen feststellen. Die in modernen Qualitäts-Fahrrad-Akkus verbauten und von uns ausschließlich verwendeten LiIon-Marken-Zellen haben keinen Memory-Effekt.

Wie hoch ist die Reichweite und wie lange hält überhaupt so ein Akku?

Dafür gibt es leider keine seriöse allgemein gültige Angabe. Die erzielbare Reichweite hängt von äußeren Faktoren ab, wie z. B. die gewählte Unterstützungsstufe, das individuelle Fahrverhalten und Gewicht des Fahrrads mit Fahrer. Auch die gewählte Strecke hat Einfluss: gibt es viele oder wenige Steigungen, wie ist die Bodenbeschaffenheit, muss ich oft anhalten und wieder anfahren oder kann ich durchfahren. Auch der Reifendruck und der Wirkungsgrad des Motors fließt hier ein. Wenn die Bremsen nicht korrekt eingestellt sind, kann auch das zu Reichweitenverlusten führen.

Die  Gesamt-Lebensdauer eines Akkus hängt von vielen verschiedenen äußeren Faktoren ab, wie z. B. die gewählte Akkutechnologie, der Zyklenzahl (also, wie häufig Sie den Akku laden und entladen), Umgebungstemperatur, sachgemäße Lagerung u.v.m. Die von uns verbauten LiIon-Zellen haben im Vergleich zu bisher eingesetzten NiMh- oder NiCd-Zellen eine deutlich höhere Lebensdauer.

Was muss ich für eine möglichst lange Lebensdauer bei der Benutzung meines Akkus beachten?

Schützen Sie Ihren Akku vor mechanischen Beschädigungen und extremen Temperaturen, wie z. B. durch direkte Sonneneinstrahlung oder Frost im Winter. Auch ist ein Schutz gegen Feuchtigkeit und Regen sinnvoll – nicht jeder Fahrradakku ist wirklich wasserdicht! Im Fahrradfachhandel gibt es Schutzhüllen aus Neopren. Das ist eine sinnvolle Investition zum Schutz Ihres wertvollen Akkus.

Wie lade ich meinen Akku richtig?

Akkus dürfen nur mit einem für die verwendete Akkutechnologie geeigneten Ladegerät geladen werden. Achten Sie auf die richtige Ladeschluss-Spannung. Die technischen Daten und die Ladeparameter müssen auf dem Akku und auch auf dem Ladegerät angegeben sein.

Laden Sie den Akku möglichst bei Zimmertemperatur. Wenn Sie also z. B. im Hochsommer oder im Winter bei Minusgraden unterwegs waren, warten Sie mit dem Wiederaufladen, bis der Akku wieder Zimmertemperatur angenommen hat.

Wie lange dauert das Aufladen?

Das hängt davon ab, wie viel Kapazität Ah Ihr Akku hat und mit wie viel Strom A Ihr Ladegerät lädt. Mit einer kleinen Faustformel lässt sich das errechnen: Wenn Ihr Akku z. B.15Ah hat und Ihr Ladegerät mit 2A lädt, ergibt sich beim Laden von ganz leer bis ganz voll eine Ladezeit von 7,5 Stunden. Die tatsächliche Ladezeit wird ein wenig länger sein, weil gegen Ende der Ladezeit die Ladekurve abfällt.

Wie lagere ich meinen Akku richtig, wenn ich ihn längere Zeit nicht benutze?

Für eine dauerhaft einwandfreie Funktion sollten Sie den Akku trocken und frostfrei lagern. Die optimale Temperatur liegt bei ca. 15-20° Celsius. Eine verbaute Akkuelektronik, also das BMS, verbraucht immer ein wenig Erhaltungsstrom und könnte einen Akku über längere Zeit leer ziehen und damit tiefentladen. Durch Tiefentladung können irreversible Schäden am Akkupack entstehen. Bitte wenden Sie sich bei Verdacht auf Tiefentladung an Ihren Fachhändler oder an uns. Lagern Sie Ihren Akku bitte mit mindestens 50% Ladung und laden ihn alle 8-12 Wochen nach. 

Warum funktioniert mein Akku nicht mehr?

Wenn der Akku Probleme macht, kann das viele Ursachen haben. Der Fehler kann an den Zellen im Akku, an der Akkuelektronik, am Ladegerät oder auch am Fahrrad liegen.

Oft ist nur eine Sicherung defekt oder es gibt ein Kontaktproblem zwischen Akku und Fahrrad. Bitte lassen Sie das beim Fahrradhändler Ihres Vertrauens überprüfen. Eine Akkureparatur sollten Sie in jedem Fall nur von geschultem Fachpersonal durchführen lassen.

Wir überprüfen gerne die Elektronik und die Zellen des Akkus. Dann machen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot für die Reparatur.

Dazu schicken Sie bitte den Akku und das Ladegerät an uns ein oder kommen direkt mit beidem zu uns. 

Kann man Akkus auch ohne Zellentausch wieder auffrischen?

Nein, nachhaltig geht das nicht. Wenn Ihr Akku an Kapazität bzw. Reichweite mit der Zeit abnimmt, liegt das i. d. R. am normalen Alterungsprozess. Die Zellalterung wird durch häufige Benutzung, also häufiges Laden und Entladen, beschleunigt. Dabei finden chemische Prozesse im Akku statt, die unumkehrbar sind. Diesen Effekt kann man also nicht wieder aufheben. Wenn die Zellen bereits stark nachgelassen haben, bleibt also nur die Wahl zwischen Neukauf oder Zellentausch.

Kann man auch nur einzelne Zellen in einem Akku austauschen?

Nein. In einem Akkupack dürfen nur Zellen gleichen Typs aus gleicher Produktionscharge und gleichem Alterungszustand verbaut sein. Nur dann ist die volle Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Langlebigkeit gewährleistet.

Nach dem Zellentausch ist die Reichweite gar nicht besser als vorher oder sogar noch geringer, kann das sein?

In vielen Fällen zeigt die Ladestandsanzeige nach einem Zellentausch nicht mehr korrekt an. Bitte fahren Sie den Akku mit der ersten Füllung so lange, bis tatsächlich keine Energie mehr kommt. Dann den Akku wieder ganz voll laden. Die Ladestandsanzeige zeigt danach wieder richtig an. Bei den folgenden Zyklen sollten Sie immer spätestens dann wieder aufladen, wenn der Akku unter 25% Ladestand fällt.

Wie kann ich meinen alten Akku entsorgen?

Auf keinen Fall dürfen Sie Akkus einfach im Hausmüll entsorgen. In den meisten Städten gibt es kostenlose Entsorgungsstellen. Bitte erkundigen Sie sich in Ihrem zuständigen Bürgerbüro. Natürlich können Sie Ihren alten Akku auch bei uns oder bei Ihrem Fachhändler zur fachgerechten Entsorgung abgeben.